About a boy / Der Tag der toten Ente

Der Klappentextimg_0481
Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt gut und faul von den Tantiemen eines Weihnachtslieds, das sein Vater 1938 komponiert hat. Seine Tage verbringt er mit Nichtstun, und für die Abende bemüht er sich zur Abwechslung mal um junge, alleinerziehende und gutaussehende Mütter.
Marcus mit seinen zwölf Jahren hat ganz andere Probleme. Seine Eltern haben sich getrennt, und seine Mutter hat die beängstigende Neigung, beim Frühstück zu weinen. Außerdem hasst sie Turnschuhe an Kinderfüßen. Die falsche Kleidung, der falsche Haarschnitt und eine von der Mutter geerbte musikalische Neigung für Joni Mitchell machen Marcus in der Schule zum Außenseiter. Zum Glück bringt ihn das Schicksal mit Will zusammen, der Experte in Mode und Popmusik und Fussball ist. Marcus merkt bald, wie nützlich ihm Will beim Aufbau einer neuen Persönlichkeit sein kann. Fast gegen seinen Willen gerät Will so in den Sog von Kindern und Müttern…

Das passiert…
Der Roman „About a boy“ oder auch „Der Tag der toten Ente“ handelt vom 12-jährigen Marcus und vom 36-jährigen Will Freeman. Marcus ist eigentlich kein Kind sondern eher ein Erwachsener. Sei es sein Musikgeschmack oder sein Kleidungsstil. Will ist genau das Gegenteil. Er weiß was gerade in ist, welche Musik gehört wird und welche Kleidung man gerade trägt.
Will lebt ein sorgenfreies Leben, da er nicht arbeiten muss, während Marcus sich Sorgen um seine Single Hippie Mutter Fiona machen muss, die ständig grundlos zu weinen anfängt. Er und seine Mutter ziehen nach der Trennung vom Vater nach London. Marcus hat Probleme in der neuen Schule. Durch Zufälle treffen sich Marcus und Will und werden so etwas wie Freunde.

Das denke ich…..
Der Einstieg in „About a boy“ gelingt sehr gut, und man wird als Leser direkt in die Geschichte hineingezogen. Dies ist vor allem durch die ständigen Dialoge, die Nick Hornby verwendet, erreicht. Auch macht es das Lesen der Geschichte sehr flüssig. Die Handlung in den Kapiteln ist meistens nur über einen kurzen Zeitraum, sodass man das Buch am liebsten in einem Rutsch lesen würde.
Die Stimmung beziehungsweise das Grundthema des Buches ist eigentlich sehr traurig und depressiv, aber trotzdem wirkt der Stil des Buches eher unbekümmert leicht und locker auf den Leser. Das wird vor allem durch die oftmals witzigen Dialoge, aber auch die Einblicke in die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten bewirkt.
Der Mittelpunkt der Geschichte sind natürlich Marcus und Will, da man nur in deren Gedankenwelt Einblicke bekommt. Man liest abwechselnd aus Wills und Marcus Sicht. Marcus erscheint schon von Anfang an sehr sympathisch, mit seiner direkten und ehrlichen Art, und seinen manchmal ungewollt komischen Antworten. Will hingegen erscheint am Anfang des Buches sehr unsympathisch. Vor allem als er seinen besten Freunden die Bitte abschlägt, der Patenonkel deren Kindes zu werden. Dies macht er nämlich nicht im geringsten höflich, wenn man bedenkt, dass es seine besten Freunde sind mit denen er spricht. Auch dass er nicht arbeiten muss, da er vom Ruhm seines verstorbenen Vaters leben kann, hilft nicht ihn zu mögen.
Interessant sind auch die Nebencharaktere, Fiona (Marcus Mutter), Ellie (Freundin von Marcus) und weitere, die zum Teil erst im weiteren Verlauf der Geschichte vorgestellt werden.
Man ist von Anfang an gespannt, welche Entwicklung alle Charaktere durchgehen werden. Es ist eigentlich auch klar, dass die beiden Protagonisten sich treffen, da dass bei dieser Schreibart aus zwei Sichten meistens so ist. Darum entwickelt man eine gewisse Vorfreude, bis die beiden sich schließlich treffen.
Da die beiden Charaktere so grundverschieden sind, wird sich wahrscheinlich jeder in einem der Protagonisten erkennen können.
Ich finde das Buch sehr schön und kann es auf jeden Fall empfehlen. Es ist so schön mitzubekommen, wie sich Will aber auch vor allem Marcus entwickelt. Das Buch ist meiner Meinung auch sehr gut, da es die verschiedensten Gefühle in einem erweckt. Es beinhaltet alles, nachdenkliche, traurige, witzige und schöne Momente, was ein Buch meiner Meinung nach haben sollte.

Allgemeine Infos
Verlag:
ca. 300 Seiten
Autor: Nick Hornby
Roman

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