Margos Spuren / Paper towns

Der KlappentextIMG_0518
Eine große Liebesgeschichte und eine brillante Road-Novel.
Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt – und unerreichbar. Doch dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Es beginnt eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Das denke ich…..
Der Einstieg des Buchs beginnt mit einem Ausschnitt aus der gemeinsamen Kindheit von Margo und Quentin. Sie finden dort eine Leiche. Schon in diesem ersten Kapitel kann man die Persönlichkeit beider Hauptfiguren klar erkennen. Margo hat vor nicht Angst, will alles genauestens wissen und erforscht alles. Quentin hingegen ist eher eine ruhige und vorsichtige Person und will am liebsten nichts riskieren. Anstatt sofort zu Nachbarn oder den Eltern zu fahren, will Margo sich den Toten lieber angucken, wovon Quentin sie abhält. Alles weitere findet in der Gegenwart statt. Dort sind Quentin und Margo nicht befreundet. Bis sie in jener Nacht wieder um seine Hilfe bittet.
Margo hat allerdings nicht nur eine starke Persönlichkeit, sondern sie ist auch ein Rätsel. Dieses Rätsel versucht Quentin zu lösen, indem er versucht ihren Hinweisen zu folgen, und ist somit auch der Inhalt des Buches.
Die Reise, auf die sich Quentin und seine Freunde begeben ist witzig, zum Teil nervenkitzelnd und unvergesslich und zeigt auch den beneidenswerten Zusammenhalt zwischen den Freunden in dieser Ausnahmesituation. Wie auch die Reise ist auch die Stimmung dieses Buches an sich sehr frei und abenteuerlich.
Was mir besonders gefällt sind all die ausgestorbenen Städte, die Quentin besucht, um Margo zu finden, denn die sind so lebensecht und genial beschrieben, wie man es von John Green zwar kennt, aber solche Details machen Bücher besonders.
Was ich auch toll finde, ist die Art und Weise, wie man als Leser auf die Suche nach Margo mitgenommen wird und man auch mitgrübelt, wo der nächste Hinweis sein könnte.
Interessant zu beobachten ist auch die Entwicklung, die Quentin macht, und das nur wegen Margo. Er kommt aus seiner behüteten Lebensweise heraus, er riskiert mehr, bleibt aber trotzdem irgendwie seiner Persönlichkeit treu.
John Green bringt Margos Geschichte verspielt und losgelöst, aber gleichzeitig auch ernst und mitreißend herüber. So erscheint die Zeit, in der man liest sehr kurz und man will das Buch fast nicht mehr weglegen.
Margos Spuren hat mich mitgerissen, zum Lachen und Schmunzeln gebracht und mir wieder gezeigt, dass ich mehr von John Green lesen sollte! Das Buch kann ich also auf jeden Fall weiterempfehlen.

Vergleich zum Film
Gleich mal vorneweg, in jeder Buchverfilmung fehlen Szenen, die im Buch vorkommen, sonst würde der Film mehrere Stunden dauern. Auch hier fehlen Szenen, die ich sehr gerne verfilmt gesehen hätte, aber so gibt es das Risiko nicht, dass Lieblingsszenen aus dem Buch im Film einfach nicht gut dargestellt sind. Allgemein finde ich den Film gar nicht so schlecht im Vergleich zum Buch, allerdings gab es trotzdem ein paar Dinge, die mich persönlich gestört haben. Einmal die Tatsache, dass im Buch der Roadtrip während der Abschlussfeier beginnt und die Jungs noch ihre, für Amerika typische, Robe anhaben, aber als Gag darunter nichts angezogen haben. Sie verpassen ihren Prom also. Im Film jedoch fahren sie vor dem Fest los, und wollen pünktlich wieder da sein. Ich verstehe hierbei nicht, warum man den Verlauf der Geschichte ändern musste. Auch finden die Freunde Margo am Ende ihrer Reise sofort und sie fahren alle zusammen wieder nach Hause. Im Film jedoch fahren die Freunde ohne Quentin, der bleiben will, um Margo weiter zu suchen, los, was ich etwas komisch von den Freunden finde. Ihnen ist es wichtiger zu ihrer Abschlussfeier zu gehen, als ihrem (besten) Freund seine Liebe suchen zu helfen. Wo ich schon bei den Freunden von Quentin bin: die Jungs verlassen die High School, sie sind also ca 17 Jahre alt, aber die Schauspieler sehen aus wie 10 oder 12. Das gibt es natürlich im echten Leben auch, aber an manchen Stellen wirkte es einfach nur merkwürdig.
Was aber gut an der Verfilmung ist, ist das Ende. Es ist zwar anders als im Buch, aber ich finde es trotzdem gelungen. Im Film endet es nämlich damit, dass die drei Freunde sich verabschieden und jeweils in Richtung ihres Colleges fahren. Man fährt gewissermaßen noch ein Stück mit Quentin mit, der über Margo nachdenkt, wo keiner ihren momentanen Aufenthaltsort weiß bzw. was sie macht. Die Schlussszene war wirklich ein guter Abschluss des Films.
Alles in allem hat mir der Film gefallen, ich wurde ab und zu zum Lachen und Nachdenken gebracht und ich würde mir den Film auch nochmal anschauen.

Allgemeine Infos
Verlag: DTV Hanser
336 Seiten
Empfohlen ab 14 Jahren

Die komplette Review zum Film von V. findet ihr hier:

https://fictionalinspirationsblog.wordpress.com/2017/03/10/margos-spuren-2/

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