Since you’ve been gone (13 Wünsche für einen Sommer)

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Eine Liste voller verrückter Aufgaben für einen
unvergesslichen Sommer
Emily kann es nicht glauben: Ihre beste Freundin Sloane ist verschwunden, einfach so. Keine Erklärung, kein Abschied, nichts. Das einzige Lebenszeichen, das Emily ein paar Tage später erhält, ist ein Brief mit einer merkwürdigen To-do-Liste. Da es das Einzige ist, was ihr von Sloane bleibt, macht sie sich daran, die Dinge auf der Liste abzuarbeiten. Äpfel pflücken in der Nacht? Kein Problem. Tanzen bis zum Morgengrauen? Klar, warum nicht. Einen Fremden küssen? Nacktbaden? Moment mal … Schnell wird Emily klar, dass Sloanes Liste sie ganz schön herausfordert. Doch als ihr unerwartet der gut aussehende Frank zu Hilfe kommt, steht ein unvergesslicher Sommer bevor …

 
Meine Meinung
Als ich den Klappentext gelesen habe, hat mich dieser an „Margos Spuren“ von John Green erinnert, da es auch hier um eine Person geht, die verschwindet und eine Art Spur aus Hinweisen hinterlässt. Beginnt man zu lesen, stellt sich diese Vermutung jedoch als falsch heraus.
Die to-do Liste von Emilys bester Freundin Sloane enthält alles, was Emily niemals machen würde, da sie viel zu schüchtern dafür ist bzw. Angst vor ihnen hat.
Da die Liste allerdings ihr einziger Anhaltspunkt ist, versucht sie alle Punkte abzuarbeiten, was jedoch erstmals nicht gut funktioniert, da sie außer Sloane keine Freunde hat und sie alleine auf eine Party gehen soll, und sie sich am Ende heulend in der Apfelplantage versteckt. Schon hier merkt man, dass sie ohne die selbstbewusste beste Freundin verloren ist, da sie sich sonst immer darauf verlassen konnte, dass Sloane in brenzligen Situationen das Wort ergreift und etwas unternimmt. Das ist eigentlich traurig, denn sie hat alleine praktisch kein Selbstbewusstsein.
Während sie die Liste weiter vervollständigt, wächst sie immer mehr aus sich heraus und sie ist zwar immer noch das Mauerblümchen vom Anfang ihrer Geschichte, jedoch kann sie jetzt auch für sich selber einstehen und hat dadurch auch ein paar neue Freundschaften geschlossen, die gut für sie sind, aber in denen sie sich nicht wieder verstecken kann, wie bei Sloane. Es scheint auch so, als ob sie das mittlerweile gar nicht mehr will. Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen, endet der Sommer mit einem kürzeren Roadtrip durch einige US-Bundesstaaten, der auch bei dem ekligsten Regenwetter richtige Sommerstimmung hervorruft.
Allgemein scheint es so, als habe Sloane gewusst, dass Emily eine Beschäftigung, eine Aufgabe braucht, um sich abzulenken und aus sich selber herauszuwachsen, da sie nicht zurückkommen wird und kann. Sehr passend ist der (englische) Titel, der gleich ist wie ein Lied von Kelly Clarkson. Denn dort singt sie „Since you’ve been gone I can breathe for the first time“ , also „seit du weg bist, kann ich das erste Mal durchatmen“. Natürlich ist es nicht so, dass Emily von Sloane unterdrückt wurde, aber nur, weil ihre beste Freundin weg ging, konnte Emily sie selbst werden.
Und obwohl sich ihre Entwicklung und der Geschichtsverlauf eher klischeehaft und kitschig anhört, ist das Buch sehr schön zu lesen. Es geht nämlich nicht nur um Selbstfindung, sondern auch um Freundschaft und Jugendliebe. Alles in allem vermittelt die Geschichte die wichtige Botschaft, das Freunde sehr wichtig sind, man aber auch ohne sie ein selbstständiges Leben führen können sollte.

Allgemeine Infos
Verlag: Cbj (englisch: Simon & Schuster for young readers)
464 Seiten
Autorin: Morgan Matson

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