Ketchup clouds / Ketchuprote Wolken

Der KlappentextIMG_0909
Er ist Zoes erste große Liebe, doch dann begeht sie einen Fehler, der alles zunichtemacht …
Alles beginnt damit, dass Zoe Collins sich unsterblich verliebt – und es endet in einem Desaster, das ihr Leben dramatisch verändert. Denn Zoe hat etwas Schreckliches getan und glaubt, mit den Konsequenzen niemals fertig zu werden. Wie soll sie auch mit dem Wissen weiterleben, dass sie den Tod eines Menschen zu verantworten hat – und ungestraft davongekommen ist? Als sie glaubt, ihre Schuldgefühle keinen Tag länger ertragen zu können, erfährt sie von Stuart, einem Mann, der ebenfalls einen großen Fehler in seinem Leben gemacht hat. Sie beginnt ihren ersten Brief an ihn, in der Hoffnung, endlich ihren Frieden zu finden und sich selbst vergeben zu können …

Das denke ich…..
Der Einstieg in die Geschichte ist der erste Brief von Zoe, in dem man schon sehr viel über ihre Familie erfährt. Aber auch über ihr Leben erfährt man einiges. Es klingt alles sehr depressierend und auch traurig. Sie kann sich niemandem außer dem Häftling, den sie nicht wirklich kennt, anvertrauen. Da sie so verständlicherweise nicht mit dem Vorfall abschließen kann, schottet sie sich nicht nur ab, sie verletzt auch andere dadurch. Ihre kleinen Schwestern empfinden ihre neue Art als gestört und abweisend, was sie natürlich traurig macht. Die Mutter des Verstorbenen weist sie auch fast immer ab, wenn diese mit ihr reden will, um besser mit der Sache klar zu kommen. Zoe sagt selber, dass sie ein Feigling ist, allerdings nur in den Briefen an Stuart. Man merkt, dass sie über die knapp 10 Monate hinweg, in denen sie die Briefe schreibt, erleichtert wird. Natürlich hat sie immer noch stark mit ihrer Schuld zu kämpfen, aber man merkt, dass ihr das Öffnen über das Geschehnis etwas geholfen haben.
Die Art, wie Annabel Pitcher den Leser nach und nach wissen lässt was passiert ist, ist toll. Ein ganzes Buch nur aus Briefen hört sich eventuell langweilig an, aber dadurch, dass die Briefe immer einen Part zeitnahe Erlebnisse und einen Part Erinnerungen, die zum Mord führen enthalten, ist es durchaus spannend zu lesen. Man weiß zwar nie, ob Stuart die Briefe überhaupt bekommt und sie liest und ob er auch mal zurückgeschrieben hat, denn das lässt sich aus den Briefen nicht erschließen, aber das lässt Platz zum hineininterpretieren, was mir sehr gut gefällt. Der vorletzte Brief ist ein besonderer Brief, denn er stammt als einziger nicht von Zoe. Er ist von der zweiten beim Mord involvierten / anwesenden Person. Er ist an Zoe, doch sie wird ihn nie bekommen, da er ihn nie abschicken wird, wie er schreibt. Die ganze Situation ist sehr verzwickt und blöd, denn diese Person, ist so ziemlich die einzige Person, die Zoe glücklich machen könnte. Da er sie aber immer an den Vorfall erinnern würde, hat er alle Verbindungsmöglichkeiten zu ihr gekappt, da sie sonst immer daran denken würde, was er nicht will, denn dann wäre sie immer unglücklich. Also ist die ganze Sache eine Art Teufelskreislauf.
Das Ende des Buches ist offen und nicht so zufriedenstellend, da man das Gefühl hat, dass sich seit dem Anfang des Buchs nicht so viel in Zoes Leben getan hat, wie man es sich wünscht. Sie tut einem sehr leid und sie ist meiner Meinung nach auch keine wirkliche Mörderin, es war eher ein Unfall. Ich finde auch, dass sie es verdient hätte glücklicher zu sein, als sie es jetzt ist.

Allgemeine Infos
Goldmann Verlag
305 Seiten
Autorin: Annabel Pitcher (Übersetzung von Sybille Schmidt)

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Ein Gedanke zu “Ketchup clouds / Ketchuprote Wolken

  1. Anna R. schreibt:

    Hallo,
    Ich finde es sehr toll, wie du aus deiner Sicht so offen und ehrlich schreibst. Du zeigst so, wie dir das Buch gefallen hat. Außerdem finde ich es sehr gut, dass du sogar die Sicht der Autorin beschreibst und denkst schon weiter wie sie etwas ändern hätte können.
    Alles in einem ist dein Review sehr gut und das Buch hört sich sehr spannend an.
    Liebe Grüße Anna R.

    Gefällt 1 Person

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